Die Bremer Gesundheitsuntersuchung

"Es gibt nichts was die Menschen lieber erhalten möchten und weniger pflegen, als ihre Gesundheit." von Jean De La Bruyere

Alle Versicherten haben ab dem 35. Lebensjahr einen gesetzlich festgelegten Anspruch auf regelmäßige Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen (SGB V §25).

Diese Vorsorgemaßnahmen umfassen eine körperliche Untersuchung, die Erhebung der Krankengeschichte unter Berücksichtigung der familiären Risiken, die Bestimmung von Gesamtcholesterins und Glucose im Blut sowie die Untersuchung des Urins. Eine weitergehende Differenzierung dieser Präventionsmaßnahme nach altersadjustierten Risiken oder individuellen Prioritäten erfolgt bislang nicht systematisch.

Die gesundheitlichen Risiken des Einzelnen hängen jedoch (neben individuellen und familiären Faktoren) stark vom Alter ab. Auch ändert sich die Häufigkeiten unterschiedlicher Erkrankungen mit dem Alter. Neben altersabhängigen Häufigkeiten einzelner Krankheiten unterscheiden sich auch die gesundheitlichen Prioritäten zwischen den Menschen - auch haben Arzt und Patient häufig unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf die gesundheitlichen Ziele.

Die Zeit scheint reif für ein neues Vorsorgekonzept

Vor diesem Hintergrund wurden die Verhandlungen zur hausarztzentrierten Versorgung in Bremen genutzt, um ein neues Konzept der Vorsorgeuntersuchung zu entwickeln: Die Bremer Gesundheitsuntersuchung

Eine Gruppe Bremer Hausärzte hat ein Konzept entworfen und in der Diskussion mit weiteren Kollegen, Präventionsexperten und Diskussionsforen weiter entwickelt. Das Produkt dieses Prozesses möchten wir auf dieser Seite allen interessierten Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stellen.

Unser Konzept besteht aus:

· Fragebögen – die altersadaptierten Fragebögen liegen für drei Altersklassen vor und können als Vorbereitung auf eine Gesundheitsuntersuchung in der Praxis eingesetzt werden.

· Zusammenfassung – für jede Altersklasse sind Fragen und Empfehlungen zusammengefasst und können z.B: als Tischvorlage genutzt werden.

· Werkzeugkasten – für die Mehrheit der Screeningfragen haben wir eine Sammlung von Materialien erstellt. Die Materialien beziehen sowohl spezifische lokale Angebote (z.B: Adressen und Ansprechpartner) als auch übergreifende Angebote (diagnostische Hilfsmittel, Leitlinien) ein.

· Hintergrundmaterialien – hier haben wir die zugrundeliegende Evidenz unserer Empfehlungen hinterlegt.


Günther Egidi       Jürgen Biesewig-Siebenmorgen        Guido Schmiemann

 
 

 

Die Fragebögen

sind zentraler Bestand-
teil der Bremer Vorsor-
geuntersuchung. Mit
den hier gestellten
Screeningfragen be-
steht die Möglichkeit,
die in den jeweiligen
Altersgruppen häufig-
sten Erkrankungen zu
erfassen.

Dies hängt natürlich
auch von den patien-
tenseitigen Präferenzen
ab: Nur wenn die Pa-
tienten durch Ankreu-
zen einen entsprechen-
den Informationsbedarf
formulieren, kann und
sollte das Thema im
Rahmen der Vorsorge-
untersuchung ange-
sprochen werden.

Mit dem Herunterladen der hier zur Verfügung gestellten Dokumente verpflichten Sie sich, die nebenstehenden Nutzungsbedingungen anzuerkennen

 
 

Berliner Gesundheitspreis 2013

Fragebögen

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Übersichten

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Werkzeugkasten

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Anerkennung

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März 2013: Das Konzept der Bremer Gesundheitsuntersuchung erlangt beim Berliner Gesundheitspreis des AOK- Bundesverbandes einen dritten Preis (s.u.).

Dezember 2011: In der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen werden die Ergebnisse einer Diskussion über die Weiterentwicklung der bestehenden Vorsorgeuntersuchung veröffentlicht. Die Bremer Gesundheitsuntersuchung wird in der gleichen Ausgabe in einem eigenen Artikel vorgestellt.

Oktober 2011: Das Konzept der Bremer Gesundheitsuntersuchung wird mit dem Förderpreis des Deutschen Forschungspreises für Allgemeinmedizin (Lothar-Beyer Preis) ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgt auf  dem wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) in Salzburg (PDF).


Berliner Gesundheitspreis

Presse

Hintergrundmaterial

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